Volkstrauertag 2021

„Frieden bewahren und stabilisieren“

ProfiPress v. 15.11.2021

Mechernich-Eiserfey – In einer Zeremonie am Ehrenmal an der Hauserbachstraße gedachte die Bevölkerung von Eiserfey, Dreimühlen und Vollem der Gefallenen und Ziviltoten beider Weltkriege. Ortsbürgermeister Walfried Heinen hielt die Ansprache.

„Lassen Sie uns heute erinnern, was Kriege angerichtet haben, um daraus Kraft und Bereitschaft zu schöpfen, Frieden zu bewahren und zu stabilisieren. Die militärischen Konflikte, die es zurzeit am Rand Europas gibt, zeigen, wie nötig das ist…“, sagte Heinen.

Diakon Manfred Lang segnete die Namenstafeln auf dem Denkmal und betete mit den Teilnehmern der Feierstunde unter anderem das so genannte „Gebet der Vereinten Nationen“, das auf eine Dichtung des US-amerikanischen Pulitzer-Preisträgers Stephen Vincent Benét aus dem Jahr 1942 zurückgeht.

„Gewähre uns Sieg über die Tyrannen, die alle freien Menschen und Nationen versklaven. Gewähre uns Glauben und Verständnis, um all jene zu ehren, die für Freiheit kämpfen, als wären sie unsere Brüder. Gewähre uns Brüderlichkeit in Hoffnung und Einheit für die kommenden Tage, die alle Kinder der Erde vereinen werden und müssen“, heißt es darin.

Und weiter: „Unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall. An uns liegt es, daraus einen Planeten zu machen, dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden, nicht von Hunger und Furcht gequält, nicht zerrissen in sinnlose Trennung nach Rasse, Hautfarbe oder Weltanschauung. Gib uns Mut und Voraussicht, schon heute mit diesem Werk zu beginnen, damit unsere Kinder und Kindeskinder einst stolz den Namen »Mensch« tragen.“

Musikalisch umrahmt wurde die Feier, an der eine große Abordnung der Freiwilligen Feuerwehr mit Fackeln teilnahm, vom Musikverein Weyer unter der Leitung des Vollemers Peter Züll. Das Blasorchester intonierte dabei das Lied vom guten Kameraden und die Nationalhymne „Einigkeit und Recht und Freiheit“.

Bei der Totenehrung sagte Ortsbürgermeister Walfried Heinen: „Wir gedenken heute der Opfer von Gewalt und Krieg, Kindern, Frauen und Männern aller Völker, der Soldaten, die in den Weltkriegen starben, aller Menschen, die durch Kriegshandlungen oder danach in Gefangenschaft, als Vertriebene oder Flüchtlinge ihr Leben verloren, und derer, die verfolgt und getötet wurden, weil sie einem anderen Volk angehörten, einer anderen Rasse zugerechnet wurden oder deren Leben wegen einer Krankheit oder Behinderung als lebensunwert betrachtet wurde.“

Heinen gedachte besonders auch derer, die ums Leben kamen, weil sie Widerstand gegen Gewaltherrschaft leisteten, und derer, die den Tod fanden, weil sie an ihrer Überzeugung oder an ihrem Glauben festhielten: „Wir trauern um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung, um die Opfer von sinnloser Gewalt, die bei uns Schutz suchen.“

Der Ortsbürgermeister sagte abschließend, trotz aller Trauer und Beschämung stehe „unser Leben im Zeichen der Hoffnung auf Versöhnung unter den Menschen und Völkern, und unsere Hoffnung gilt dem Frieden unter den Menschen zu Hause und in der Welt…“

Urheber M. Lang/ProfiPress