Festkommers am 31.03.2017

Festkommers als gelungene Auftaktveranstal-
tung zum 1150-jährigen Jubiläum Eiserfeys

 

Am 31.03.2017 hat der Bürgerverein Eiserfey mit einem Festkommers die Feierlichkeiten des Ortes zum 1150. Jahr der ersten urkundlichen Erwähnung eröffnet.

Stephan Wiegmann, der 1. Vorsitzende des Bürgervereins, begrüßte die zahlreichen Ehrengäste und Bürger zum Festkommers. Der Musikverein „Harmonie“ Weyer begann mit einem musikalischen Reigen. Oliver Menke, der stv. Vorsitzende des Vereins, führte danach durch ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Programm aus Grußworten und Showdarbietungen. Aus der vorgestellten Festschrift und den Programmpunkten wurde deutlich, dass Eiserfey aus den 1150 Jahren viel zu berichten und zu zeigen hat.

Alle Redner und Gratulanten waren beeindruckt von der großen abwechslungsreichen Geschichte des Ortes. Der Ort lebt, die Bewohner sind pfiffig und kreativ und sorgen dafür, dass sich Eiserfey entwickelt. „Auf schwere Zeiten folgte immer wieder ein neuer Anfang“, so der Schirmherr des Jubiläumsjahres, Mechernichs Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick. Der Landtagsabgeordnete Klaus Voussem zollte seine Bewunderung für das bürgerliche Engagement in Eiserfey und schloss sich den Grußworten des Landrates Günter Rosenke an, indem er Eiserfey als die Perle des Feytals bezeichnete.


Auch die Vereine aus Eiserfey überbrachten ihre Glückwünsche zu diesem Jubiläum und bedankten sich für die stets gute und fruchtbare Zusammenarbeit. Die Grußworte wurden durch Showdarbietungen von Künstlern des Ortes untermauert. Die Eiserfeyer Mundartgruppe „de Vänte“ zeigten einen Ausschnitt ihrer Lieder mit örtlichem Bezug und die über die Grenzen des Kreises hinaus bekannte Tanzgarde der KG Feytaler Jecken führte ihren Showtanz der Session vor. Der Chor „Kakusvokale“, der aus einem Eiserfeyer Chor entstand, trug auch zu diesem unterhaltsamen Abend bei. Auch eine alte Büttenrede wurde ausgepackt und vorgetragen.

Zum Ende des offiziellen Teils dankte der Vorsitzende den Sponsoren innogy SE und Bürgerstiftung der Kreissparkasse Euskirchen für die finanzielle Unterstützung bei den ersten Veranstaltungen und der Erstellung der Festschrift.

Bei Gesprächen ist der Festkommers in schöner Atmosphäre ausgeklungen und hat den Wunsch nach mehr entfacht. Die gut besuchte Veranstaltung war ein gelungener Auftakt ins Jubiläumsjahr.

Begonnen hatte der Festkommers mit einer Messe in der Eiserfeyer Kirche und anschließender Enthüllung eines im Ort aufgestellten Gedenksteins mit der Aufschrift „1150 Jahre Eiserfey”. Auf ihm steht eine Skulptur aus der Werkstatt des ortsansässigen Metallkünstlers Peter Ratz. Diese Skulptur stellt den Riesen „Kakus“ dar, der, bevor er in den entscheidenden Kampf mit dem Riesen Herkules zieht, mit dem Handy noch schnell ein Selfie macht.

Auf der kleinen Grünfläche „an de Hött“ steht der Gedenkstein auf historischem Boden. Hier stand bis 1860 die Hütte „Altwerk“ mit einem Hochofen mit Schmelze. Sie war Teil der bedeutenden eisenverarbeitenden Industrie in Eiserfey.

Der Gedenkstein soll künftige Generationen an das Jubiläum erinnern. „1150 Jahre ist schon eine beachtliche Zeit. Die Skulptur des Riesen „Kakus“ ist der symbolische Hinweis auf die frühe Siedlungsgeschichte und auf die damalige Eisenindustrie im Ort; man kann dies als den Grundstein für den Ort nennen”, sagte der Vorsitzende des Bürgervereins, Stephan Wiegmann.

„Es war der Wunsch des Bürgervereins, die Figur an einer Stelle zu platzieren, an der sie sowohl während des Jubiläums als auch in der übrigen Zeit wahrgenommen wird. Das ist an dieser Stelle ganz sicher der Fall, denn hier gehen die Wanderer auf dem Weg zur Kakushöhle vorbei und der Riese „Kakus“ begrüßt sie nun mit einem Augenzwinkern.“

Nach der offiziellen Enthüllung setzte sich der Festzug mit Fahnenabordnung in Marsch; zunächst an das Denkmal der Gefallenen und Toten beider Weltkriege zur Kranzniederlegung und weiter zum Festsaal der Gaststätte „Zur Römerstube“, wo der feierliche Festkommers stattfand.