Sehenswertes rund um ( in) Eiserfey

Kirche St. Wendelin Eiserfey

Die villa feia wird zum ersten Mal urkundlich bezeugt in einem Gütertausch im Januar 867 zwischen König Lothar II. (855 – 869) und einem Otbert. Über ein  Gotteshaus ist urkundlich erstmals 1733 berichtet: am 29 Mai wird dem Steinfelder Abt Christian Steinhewer die Vollmacht erteilt, die Kapelle in Eiserfey zu weihen. Sie gehörte zur  Pfarre Weyer. Auch bei der Organisation des ersten Bistums Aachen blieb diese Zughörigkeit bestehen.


Kirche zum hl. Bekenner Wendelin:

Wer war der hl. Wendelin? Nach seiner aus dem 14. Jahrhundert stammenden Lebensbeschreibung war der hl. Wendelin ein iro‑schottischer Königssohn. Er soll zur Zeit des Trierer Bischofs Magnerich gelebt haben und im Waldgebirge der Vogesen als Einsiedler oder Mönch um 617 gestorben sein. Nach Aussage der älteren katholischen Ortsbewohner ist der 20. Oktober (St. Wendelinstag) ein gelobter Feiertag. Es soll eine große Viehseuche grassiert haben. Die katholischen Einwohner gelobten, an diesem Tage kein Vieh über die Stallschwelle zu treiben, wenn auf Fürbitte des hl. Wendelin die Seuche zu Ende gehe.

Wendelin gilt als als Glaubensbote, gleichzeitig aber auch als Patron der Bauern, der Hirten und des Viehs, das er vor Krankheiten und Seuchen bewahren soll. Zudem wird er als der Schutzheilige der Felder und Fluren verehrt.

Die zu Pfingsten 1733 geweihte Kapelle hat möglicherweise schon eine Vorgängerin aus dem 17. Jh. gehabt, an die damals im Westen ein neuer Teil angebaut worden ist.

Im März 1932 fasste man den Entschluss, eine neue Kirche in Eiserfey zu bauen. Mit den Bauarbeiten für den Erweiterungsbau wurde am 12.7.1934 begonnen. Im September 1934 wurde die alte Kapelle abgebrochen, soweit sie nicht als Bestandteil der neuen Kirche erhalten bleiben sollte. Es blieb lediglich die Turmpartie übrig.

So zeigte sich die neuerbaute Kirche:

Geputzter Bruchsteinbau (Grundriss siehe Bild). Die westliche Eingangshalle hat einen aus dem Dach herauswachsenden, achteckigen Dachreiter mit geschwungenem, hohem Helm. Das Langschiff hat ein nördliches, durch drei Pfeiler abgetrenntes Seitenschiff. Der Chor mit halbrunder Apsis, der außen dreiseitig geschlossen erscheint, ist aus der Achse des Langschiffs südlich verschoben. Turm im Winkel zwischen Ostwand des Langschiffes und Nordwand des Chores. 120 Sitz- und 100 Stehplätze.

Weiteres zur Glasmalerei im inneren der Kirche 

Kirmessonntag, den 21.10.1934, zum Fest des Kirchenpatrons des hl. Wendelin, wurde die Kirche in Eiserfey eingeweiht. Nach ca. weiteren eineinhalb Jahren war der Erweiterungsbau abgeschlossen.

Am 6. März 1945 wurde die Kirche durch Artilleriebeschuss beschädigt. 1952 waren die Schäden behoben.

Beitrag: Wolfgang Meyer