Sehenswertes rund um ( in) Eiserfey

Kleine Aquäduktbrücke in Mechernich-Vollem


Das Foto (Archiv: Klaus Greve) zeigt die kleine Äquaduktbrücke nach der Freilegung. Wie am Klausbrunnen wurden auch die Quellen oberhalb von Urfey schon in römischer Zeit für die Wasserversorgung Kölns genutzt. Die in diesen beiden Quellgebieten beginnenden Freispiegelleitungen hatte man im Schnittpunkt der beiden Talachsen zusammengeführt. Das Wasser wurde in einer entsprechend größer dimensionierten Leitung zum Sammelbecken Eiserfey transportiert. Kurz vor ihrem Treffpunkt mit der Urfeyer Leitung überquerte der vom Klausbrunnen kommende Strang den Kallmuther Bach auf einem massiven Brückenbauwerk von 7,3 Meter Länge und 1,79 Meter Breite.

Die Durchlassweite für den Bach betrug 1,12 Meter. Die Brücke wurde bei der Ausgrabung im Jahre 1981 entdeckt und ist archäologisch untersucht worden. Sie konnte aber aus Kostengründen nicht offengehalten werden. Der gute Erhaltungszustand ist wahrscheinlich damit zu erklären, dass sich der antike Bach in nachrömischer Zeit verlagert hatte und die Brücke dann auf dem Trockenen lag.

Das Foto (von Klaus Greve) zeigt die Brücke während der ersten Freilegung 1981.
Durch Eiserfeyer und Vollemer Bürger wurde die Römerbrücke unter Aufsicht von Archäologe Dr. Klaus Greve freigelegt und gegen Wetter- und Umwelteinflüssen geschützt. Weiterhin wurde das Denkmal aus der Römerzeit gegen unbefugtes Betreten gesichert.
Hans-Gerd Harperscheidt (Bürger aus Eiserfey) und seine „Kolonne“ haben sie nicht nur freigelegt und mit einer schützenden Betonmauer umgeben. Es wurde in dem sandigen Bereich auch eine Entwässerungsleitung verlegt, um das Bodendenkmal dauerhaft trocken zu halten. Die Aquäduktbrücke liegt zwar weitab des heutigen Bachlaufs, aber immer noch in dessen Sümpfungsbereich.

(Foto zeigt das in Eigeninitiative 2008 fertiggestellte Bodendenkmal aus der Römerzeit).


Die kleine Aqäduktbrücke ist an dem 116 km langen, in sieben Etappen unterteilten Römerkanal-Wanderweg von Nettersheim nach Köln angebunden (Station Nr. 9), der dem Trassenverlauf der römischen Eifelwasserleitung folgt.

Beitrag: Wolfgang Meyer