Kakusvokale


Rhythmuschor des Pfarrverbundes Eiserfey, Kalenberg, Kallmuth, Weyer

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Kakus Vokale

Von Willi Molitor

Die Idee zur Gründung des Rhythmuschores des Pfarrverbundes Eiserfey, Kalenberg, Kallmuth, Weyer wurde im Frühjahr des Jahres 1981 anlässlich eines Auftritts des Rhythmuschores Mönchen-gladbach-Waldhausen in der Pfarrkirche Kallmuth gefasst. Insbesondere von der rhythmischen Art, in der die Lieder vorgetragen wurden, angetan, entschlossen sich einige Gottesdienstbesucher spontan, auf Ebene des Pfarrverbundes ein entsprechendes Ensemble ins Leben zu rufen. Bereits vor den Sommerferien trafen sich circa 35 Interessenten, unter denen sich auch einige Jugendliche befanden, zur Gründungsversammlung in der ehemaligen Schule in Eiserfey. Der Rhythmuschor des Pfarrverbundes Eiserfey, Kalenberg, Kallmuth, Weyer war geboren.

An den ersten öffentlichen Auftritt in der Pfarrkirche Eiserfey am 25. Oktober 1981 anlässlich der Kirmes unter der Leitung von Werner Weimbs, der dem Chor bis zum Januar 2006 als Chorleiter erhalten blieb, schlossen sich ereignisreiche Jahre mit verschiedenen Höhen und Tiefen an.

Zu den Höhepunkten zählen sicherlich die Fahrten nach Nyons, der französischen Partnerstadt der Stadt Mechernich. Die erste, einwöchige Reise wurde im Sommer des Jahres 1986 durchgeführt, weitere Fahrten folgten im Oktober der Jahre 1992 und 2009. Die Aufenthalte in Nyons wurden zum einen für einen umfangreichen Austausch mit den französischen Gastgebern genutzt, zum anderen standen Ausflüge ins Umland von Nyons sowie diverse Gesangsauftritte an. Im Jahr 1992 wurde der Rhythmuschor hierbei sowohl gesanglich, als auch instrumental von Mitgliedern des Jugendchores der Pfarre St. Johann Baptist Mechernich unterstützt, im Jahr 2009 von der über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Band „Von Stülp Revival“. Die zahlreichen wunderbaren Momente einer jeden Fahrt werden den Teilnehmern wohl für immer unvergesslich bleiben.

Zu den weiteren Höhepunkten zählen die Aufführungen zweier Musicals in den Jahren 2002 und 2005. Die Idee zum ersten Musical (Rats – Der Rattenfänger von Hameln) resultierte zum Einen aus dem Gedanken, zum 20-jährigen Bestehen etwas Besonderes ins Leben rufen zu wollen, zum Anderen

daraus, dass die Anzahl der Chormitglieder sich zwischenzeitlich auf circa 20 reduziert hatte. Mit dem Musical erhoffte man sich, Kinder und Jugendliche als neue Mitglieder gewinnen zu können und tatsächlich wuchs die Mitgliederzahl auf über 40 an. Die vier Aufführungen im Saal der Gaststätte „Zur Römerstube“ in Eiserfey im März 2002 sowie fünf weitere Aufführungen in der Aula des Gymnasiums „Am Turmhof“ im Juli 2002 waren restlos ausverkauft. Leider reduzierte sich mit zunehmendem zeitlichem Abstand zu den Aufführungen auch die Anzahl der Mitglieder wieder, so dass im Oktober 2004 mit der Mitgliederwerbung und den Probenarbeiten für ein neues Musical (Tabaluga oder die Reise zur Vernunft) begonnen wurde. Wieder zeichnete sich der erhoffte Erfolg ab. Mehr als 40 Akteure führten das Musical im November 2005 dreimal im Saal der Gaststätte „Zur Römerstube“ in Eiserfey sowie im Januar 2006 zweimal in der Aula des Gymnasiums „Am Turmhof“ mit großem Erfolg auf.

Im Anschluss an das zweite Musical trennten sich die Wege des Chores und des langjährigen Chorleiters Werner Weimbs. Auf der Suche nach einer dauerhaften Nachfolgeregelung konnte im März 2007 Thomas Müller als neuer Chorleiter verpflichtet werden. Die Mitgliederzahl hatte sich im Anschluss an das Musicalprojekt, auch durch die unklare Nachfolge in der Person des Chorleiters bedingt, zwischenzeitlich wieder auf weniger als 20 Personen reduziert. Dennoch gelang es, den Chor am Leben zu erhalten und sogar noch einige wenige neue Mitglieder zu werben, so dass die Planungen für die dritte Fahrt nach Nyons in Angriff genommen werden konnten. Im Anschluss an diese vorerst letzte Fahrt schloss sich aus chorischer Sicht, außer einigen Chorwochenenden, kein wirklicher Höhepunkt mehr an. Da zudem die wöchentliche Probenbeteiligung stark nachließ und die Zukunft mehr denn je ungewiss war, wurde im September 2014 die Zusammenarbeit mit Thomas Müller beendet und der Chor stand vermeintlich vor dem endgültigen Aus.